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Balken 08
  • Kupfer
    Anwendungen / Produkte

    Kupfer ist aufgrund seiner hohen Leitfähigkeit in der Elektrotechnik und Elektronik unverzichtbar. Als Leitmaterial wird es in Kabeln, Generatoren und Transformatoren eingesetzt. Leiterbahnen aus Kupfer ermöglichen eine weitere Miniaturisierung und Leistungssteigerung von Chips. In Kraftfahrzeugen wird Kupfer unter anderem für Bremsleitungen und elektrische Antriebe verwendet, im Bauwesen wird es als Dach-, Dachrinnen- und Fassadenmaterial eingesetzt. Wegen ihrer Beständigkeit und gesundheitlichen Unbedenklichkeit werden Kupferrohre seit langem für die öffentliche Trinkwasserversorgung, aber auch für Heizungsinstallationen genutzt. Da viele Bakterien durch Kupfer im Wachstum gehemmt werden, wird es als Kupfer-Zink-Legierung (Messing) in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln für Haltegriffe und Türklinken eingesetzt, um die Übertragung von Krankheitskeimen zu verhindern.

    Wirtschaftliche Bedeutung

    Die Kupferindustrie hat im Jahr 2010 von der anziehenden Weltkonjunktur profitiert: Die wirtschaftliche Erholung in wichtigen Kupfermärkten setzte sich fort. Auch der hohe Bedarf aus Schwellenländern wie China hielt an. Damit war die Grundlage für eine insgesamt gute Nachfrage nach Kupferprodukten gegeben. Die deutsche Produktion von raffiniertem Kupfer stieg im Jahr 2010 um 5 Prozent auf 704.000 Tonnen und übertraf damit die Vorkrisenproduktion im Jahr 2008 von 690.000 Tonnen um 2 Prozent. Die Produktion von Kupfergusslegierungen legte zwar um 12 Prozent auf 35.000 Tonnen zu, lag aber immer noch um 16 Prozent unter ihrem Vorkrisenniveau von knapp 42.000 Tonnen. Die Entwicklung der Kupfernotierungen an der LME wies für das gesamte Jahr 2010 eine steigende Tendenz auf. Nach dem Tiefstand von 2.306 Euro je Tonne im Durchschnitt des Monats Dezember 2008 hat sich der Kurs bis Dezember 2009 auf durchschnittlich 4.767 Euro je Tonne mehr als verdoppelt. Nach einer Verschnaufpause Mitte 2010 bewegten sich die Kupfernotierungen weiter deutlich nach oben, und zwar um 45 Prozent bis auf durchschnittlich 6.917 Euro je Tonne im Dezember 2010. Ausschlaggebend hierfür waren eine fortgesetzte Stabilisierung im gesamtwirtschaftlichen Umfeld und umfangreiche Rohstoff engagements institutioneller Anleger. Sichtbar wurde eine gewisse Marktenge auch in der Entwicklung der Kupferbestände, die in den von der LME zertifi zierten Lagerhäusern lagerten. Das hohe Niveau der Bestände im Februar 2010 von 551.000 Tonnen verringerte sich auf 378.000 Tonnen im Dezember 2010.
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  • Zink
    Anwendungen / Produkte

    Hauptverwendungsgebiet von Zink ist mit 36% die Verzinkung von Stahl zum Korrosionsschutz. 26% gehen in den Markt der Messingfabrikate. 21% Zink werden als Halbzeug in Form von Blechen (Titanzink für die Bereiche Dachdeckung, Fassade und Dachentwässerung), Drähten (thermische Spritzdrähte), Bändern (Schmelzsicherungen) und Anoden eingesetzt. 9% des Zinkeinsatzes werden in Form von Legierungen im Zinkguss weiterverarbeitet. 7% finden als Zinkoxid, Zinkpulver und Zinkstaub in unterschiedlichsten industriellen Bereichen als Zusatzstoffe vielfältigste Verwendung. Beispielsweise kommen Zinkverbindungen als Stabilisatoren für Kunststoffe zum Einsatz. Zink-Sulfate verbessern Eigenschaften in der Textil- und Kunstfaserindustrie. Bei Farben und Lacken dient Zink als Aktivpigment zur Steuerung bestimmter Lackeigenschaften wie Durchtrocknung, Pilzfestigkeit und Wetterbeständigkeit. Zinkoxide sind bei der Herstellung von Klebemitteln auf Natur- und Synthesekautschukbasis von großem Nutzen. Profile, Rohre und Stangen haben eine untergeordnete Bedeutung. International wird Zink auch als Münzmetall eingesetzt.

    Wirtschaftliche Bedeutung

    Für die Primärverhüttung von Zink hat sich das Jahr 2010 besser entwickelt als erwartet. Besonders die wieder anziehende Automobilkonjunktur führte ab dem Frühjahr 2010 zu einer gesteigerten Nachfrage von Zink und Zinklegierungen. Aufgrund der weltweit anziehenden Konjunktur wurden vorübergehend stillgelegte Verhüttungskapazitäten wieder in Betreib genommen. Somit bestand am Weltmarkt trotz der deutlich gestiegenen Nachfrage ein Überschuss an Zink von 264.000 Tonnen (2009: 446.000 Tonnen). Für das Jahr 2011 wird aufgrund der deutlich verbesserten wirtschaftlichen Lage von einer Nachfrage wie vor der Wirtschaftskrise ausgegangen. Somit wird sich der Überschuss auf dem Weltmarkt weiter reduzieren. Die Zinknotierungen an der LME spiegelten die Marktentwicklung nicht immer wider. Lag der monatliche Durchschnittspreis für Zink im Januar 2010 noch bei 1.702 Euro je Tonne, fiel er im Juni auf 1.427 Euro je Tonne und stieg bis Dezember wieder auf 1.725 Euro je Tonne.
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  • Blei
    Anwendungen / Produkte

    Blei ist ein vielseitiges Metall, das aus technischen Anwendungen ebensowenig wegzudenken ist wie aus persönlichen Lebensbereichen. Blei wird heute vorwiegend als Energiespeicher und Schutzwerkstoff verwendet. Sein größtes Anwendungsgebiet ist die Energiespeicherung in Akkumulatoren: z. B. den Autostarterbatterien. Seine hohe Dichte macht es besonders geeignet zur Abschirmung: So schützt es in der Medizintechnik vor Röntgenstrahlung und Radioaktivität, im Bauwesen dient es dem Schallschutz. Blei ist ein wichtiger Legierungsbestandteil. Seine chemische Beständigkeit gegenüber Säuren macht Blei zudem zu einem wertvollen Werkstoff zur Auskleidung von Rohrleitungen und Apparaten in der chemischen Industrie. Bleioxide werden zur Herstellung von Pigmenten für Farben und Lacke, optischen Gläsern und Halbzeugen eingesetzt.

    Wirtschaftliche Bedeutung

    Insgesamt wurden im Jahr 2010 in Europa 1,67 Millionen Tonnen raffiniertes Blei produziert. Weltweit lag die Produktion knapp 50.000 Tonnen über der Verwendung des Metalls (siehe nachfolgende Tabelle). Der Anteil der Produktion aus sekundären Vorstoffen erhöhte sich weltweit um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und beträgt nun 75,5 Prozent der Gesamtproduktion. Die Bleinotierungen an der LME erholten sich nach dem Tiefstand von 722 Euro je Tonne im Durchschnitt des Monats Dezember 2008 um 120 Prozent auf 1.590 Euro je Tonne im Dezember 2009 und nochmals um 15 Prozent auf 1.825 Euro je Tonne bis Dezember 2010. Die Bleibestände in den von der LME zertifizierten Lagerhäusern stiegen gegenüber Dezember 2009 um knapp 62.000 Tonnen, sodass 209.000 Tonnen im Dezember 2010 verfügbar waren.
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  • Nickel
    Anwendungen / Produkte

    Nickel ist ein vielseitig einsetzbares Metall. Am bedeutendsten ist jedoch sein Einsatz als Legierungsmetall: Schon geringe Nickelzusätze erhöhen die Festigkeit und Zähigkeit von Stahl. Mehr als die Hälfte des weltweiten Nickelbedarfs dient zur Herstellung und Veredlung nichtrostender Stähle: zum Beispiel für Geschirrspüler, Kochgeschirr, Rolltreppen, Tankwagen und medizinische Instrumente. Da Stahl unter Beigabe von Nickel auch bei Temperaturen von minus 200° Celsius nicht brüchig wird, eignen sich nickelhaltige Stähle für Kältemaschinen und Behälter zur Lagerung flüssiger Gase. Nickel ist ebenso Basismetall für Hochleistungs- und Superlegierungen. Deshalb werden diese Legierungen für besonders anspruchsvolle Anwendungen eingesetzt: in der chemischen und petrochemischen Industrie, in der Energie- und Umwelttechnik, in Luft- und Raumfahrt sowie in der Elektrotechnik und Elektronik. Mit Hilfe von Superlegierungen aus Nickelchromeisen wurden neue Hochleistungswerkstoffe entwickelt, die in der Abwassertechnik, Ölfeldtechnik, bei Rauchgasentschwefelungsanlagen, Gasturbinen und Reaktoren eingesetzt werden. Auch bei der Einführung des Euro spielt Nickel eine entscheidende Rolle. Die Ein- und Zwei-Euromünzen werden aus nickelhaltigen Materialien unterschiedlicher Werkstoffgruppen hergestellt, mit einem hohen Maß an Automaten- und Fälschungssicherheit.

    Wirtschaftliche Bedeutung

    Nach den Rekordnotierungen für Nickel an der LME von über 38.662 Euro je Tonne im Durchschnitt des Monats Mai 2007 gingen die Notierungen im Verlauf des Jahres 2008 nahezu kontinuierlich auf 7.243 Euro je Tonne im Dezember 2008 zurück. Bis Dezember 2009 hatten sich die Nickelnotierungen wieder auf 11.662 Euro je Tonne erholt und bis Dezember 2010 sogar auf 18.231 Euro je Tonne – immer noch weniger als die Hälfte verglichen mit dem Höchststand.
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  • Aluminium
    Anwendungen / Produkte

    Aluminium wird in nahezu allen Gebieten der Technik und des täglichen Lebens eingesetzt. Sein geringes Gewicht hilft im Verkehrssektor - ob als Motorblock oder gar Karosserie im PKW, als ICE-Mittelwagen oder im Flugzeugbau - Treibstoff bzw. Energie zu sparen. Im Bauwesen sind die Langlebigkeit und die Wartungsfreiheit von Fenstern, Fassaden und Dächern aus Aluminium gefragt. In der Verpackung schützt es aufgrund seiner Barriere-Eigenschaft Lebensmittel und Pharmazeutika. Seine gute Leitfähigkeit macht es für die Elektrotechnik interessant.

    Wirtschaftliche Bedeutung

    Die deutsche Aluminiumindustrie zeigte sich im Jahre 2010 unerwartet dynamisch. Die Vorhersagen wurden in den meisten Fällen deutlich übertroff en, und die Produktion konnte auf allen Werschöpfungsstufen spürbar gesteigert werden. In weiten Bereichen befi ndet sich die Aluminiumindustrie damit wieder auf dem langfristigen Wachstumspfad. Die Erzeugung von Aluminium legte im Jahr 2010 um 19 Prozent auf gut 1 Million Tonnen zu. Während die Ausbringungsmenge der Sekundäraluminiumhütten um 9 Prozent auf 611.139 Tonnen zunahm, stieg die Produktion der Erzeuger von Primäraluminium um 38 Prozent auf 402.476 Tonnen deutlich stärker. Hier war der Einbruch im Jahr 2009 mit 52 Prozent allerdings stärker zu spüren, als dies beim Recyclingaluminium mit 22 Prozent der Fall war. Trotz dieser konjunkturellen Erholung bei der Erzeugung von Aluminium blieb das Volumen deutlich hinter der im Jahr 2008 produzierten Menge von gut 1,3 Millionen Tonnen zurück. Die Produktion von Aluminiumhalbzeug nahm im Jahr 2010 um 22 Prozent auf beinahe 2,5 Millionen Tonnen zu und lag damit wieder über der Menge des Jahres 2008 von gut 2,4 Millionen Tonnen. Die Produktion in der Aluminiumweiterverarbeitung konnte im Jahr 2010 um 15 Prozent gesteigert werden und lag mit 420.900 Tonnen deutlich über den 407.119 Tonnen des Jahres 2008. Die Erholungstendenzen in der deutschen Aluminiumindustrie fi elen erheblich stärker aus als im europäischen Durchschnitt. Hierin zeigt sich die herausragende Wettbewerbsposition der deutschen Aluminiumindustrie.
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  • Magnesium
    Anwendungen / Produkte

    Reines Magnesium wird in der Technik aufgrund der geringen Härte und der hohen Korrosionsanfälligkeit kaum verwendet. Magnesiumlegierungen, z. B. mit Aluminium, zeichnen sich jedoch durch ihre geringe Dichte, ihre hohe Festigkeit und ihre Korrosionsbeständigkeit aus. Daher werden diese zum Bau von Kraftfahrzeugen, Flugzeugen, Schiffen und Maschinenbauteilen häufig eingesetzt. Mit Dichten von 1,3 bis 1,9 g/cm3 sind technische Magnesiumlegierungen die leichtesten metallischen Konstruktionswerkstoffe überhaupt. Im Automobilbau findet sich Magnesium in Form einiger Gussteile seit vielen Jahren in der Serienproduktion. Im VW-Käfer von 1933 lag die Magnesiummenge bereits bei 20 kg pro Fahrzeug. Das Gesamtpotenzial für Mg wird pro Fahrzeug auf 50-80 kg geschätzt. Auch Aspekte wie die praktisch unbegrenzte Verfügbarkeit und prinzipiell gute Recyclingfähigkeit weisen auf eine überlegene Stellung von Magnesiumlegierungen im Rahmen zukünftiger Entwicklungen des Maschinen- und Fahrzeugbaus hin.

    Wirtschaftliche Bedeutung

    Die weltweite Hüttenproduktion von Magnesium lag im Jahr 1999 bei 377.000 Tonnen. Hauptproduzenten sind die GUS, Japan, Kanada und Australien. In Deutschland wird kein Primärmagnesium hergestellt. Die deutsche Produktion von Magnesiumguss lag 2007 bei 30.791 Tonnen.
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