Zink schützt Stahl vor Rost. Kontinuierlich verzinkt werden Bleche und Bänder aus Stahl. Diese werden z. B. im Automobilbau eingesetzt, aber auch im Bauwesen. Einzelne Bauteile, wie z. B. Zaunelemente, Tore, Träger oder Schutzplanken, werden diskontinuierlich durch Eintauchen in geschmolzenes Zink mit dem schützenden Überzug versehen. Man spricht in diesem Fall von Stückverzinken oder auch von Feuerverzinken. Wichtige Anwendungen des Korrosionsschutzes durch Feuerverzinken sind die Bereiche Architektur und Bauwesen sowie die Verkehrstechnik und der Fahrzeugbau.
Mengenaussagen zum Verzinken und zur Korrosion in Deutschland:
• 2008 wurden in der deutschen Stahlindustrie 7,3 Mio. Tonnen verzinkt (Bandverzinkung, feuerveredelt und elektrolytisch veredelt). Hinzu kommen noch ca. 1,4 Mio. Tonnen Stahl, die in Deutschland pro Jahr stückverzinkt werden.
• Zinkeinsatz in der Verzinkung in Deutschland pro Jahr: über 230.000 Tonnen
• Zinkeinsatz in der Stückverzinkung in Deutschland pro Jahr: ca. 70.000 bis 80.000 Tonnen
• Pro Jahr werden in Deutschland Werte von mehr als 90 Milliarden Euro durch Korrosion zerstört. Ohne die Feuerverzinkung wäre diese Zahl deutlich höher.
• Schon 50 Jahre Klimaschutz: Auf der Grundlage der so genannten Parkhausstudie von 2006 sind Berechnungen zum CO2-Einsparpotenzial durch Feuerverzinken im Vergleich zu anderen Korrosionsschutzsystemen für Stahl möglich. In Deutschland wurden während der letzten 50 Jahre mehr als 45 Mio. Tonnen Stahl durch Feuerverzinken vor Korrosion geschützt und damit über 5 Mio. Tonnen CO2 eingespart.
• Durch Stückverzinken werden in Deutschland derzeit jährlich mehr als 150.000 Tonnen CO2 eingespart, wenngleich das theoretische Potenzial bei über 200.000 Tonnen CO2-Einsparungen liegt. Rechnet man dieses Potenzial auf die nächsten 50 Jahre hoch, so ergibt sich durch konsequente Anwendung der Feuerverzinkung bei Korrosionsschutzaufgaben eine Einsparmenge von 10 Mio. Tonnen CO2 in den nächsten 50 Jahren.

